#70 - Energie - Ein Interview mit meiner besten Freundin Larissa
Shownotes
Wie wir wissen, ist Energie unsichtbar. Unsere Freundschaft ist das perfekte Beispiel für eine Verbindung, die zwar nicht sichtbar, aber sofort spürbar ist. Seit 2011 sind wir unzertrennlich, wenn auch das Leben uns einige Hürden in den Weg gelegt hat. Larissa teilt mit uns ihren Krankheitsweg, ihre persönlichen Erkenntnisse über Selbstbewusstsein und wie sich unser eigener, aber auch gemeinsamer Weg in den letzten 13 Jahren verändert hat. Dieses Interview gibt einen intimen Einblick in ein Gespräch zwischen zwei besten Freundinnen.
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Alles Liebe Paula
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00:00:00: Willkommen meine lieben Leute zum Podcast Paula I. Mass, ein Podcast über den Weg zu unserem authentischsten Ich.
00:00:09: Ich habe heute meine beste Freundin Larissa im Podcast. Ich freue mich sehr, dass du da bist und dass es heute geklappt hat.
00:00:20: Ich freue mich auch total.
00:00:22: Wir haben natürlich vorher auch schon kurz telefoniert, damit wir rein in die Situation kommen und jedes Mal bin ich wieder nervös, auch wenn ich meine beste Freundin interview.
00:00:32: Also ich glaube, wir sind beide auch mal wieder ziemlich aufgeregt, oder?
00:00:35: Ja, also im Moment auf jeden Fall.
00:00:39: Okay, aber wir starten einmal mal ganz entspannt. Wir können ja erst mal ein bisschen erzählen, wie sich unsere Freundschaft entwickelt hat, wie sie überhaupt entstanden ist und woher wir uns eigentlich kennen.
00:00:50: Vielleicht willst du ja mal anfangen.
00:00:52: Also wir kennen uns eigentlich schon seit der fünften Klasse, aber am Anfang war es ja eher so ein bisschen, man kannte sich zwar, aber man hat nicht so viel zusammen gemacht, aber irgendwann, so als wir 14, 15 waren, fing das dann an,
00:01:03: dass wir uns irgendwie angezogen haben, also im Unterricht so vollhaft angeguckt haben und dann haben wir auch mal privat was gemacht.
00:01:10: Und irgendwie haben wir gespürt, da ist so die Basis für eine richtig gute Freundschaft und wir wollen das weiter ausbauen.
00:01:16: Und egal, was von außen irgendwie kam oder wie wir uns gefühlt haben, das Gefühl, dass das das Richtige ist mit unserer Freundschaft, das blieb irgendwie.
00:01:25: Ja, das Verrückte war auch irgendwie, wir haben tatsächlich erst über Blicken kommuniziert und nicht über Worte, also wie man sich eigentlich kennenlernt, wie random ist das, da fing das schon an.
00:01:38: Wir reden ja heute über Energie mit irgendeiner gewissen Energie oder Anziehung zwischen uns, dass wir einfach, wir hatten eigentlich nichts miteinander zu tun.
00:01:46: Wir saßen an unterschiedlichen Plätzen im Klassenraum und haben uns angeguckt, wieder weggeguckt, angeguckt, wieder weggeguckt, da lachen wir auch bis heute drüber.
00:01:55: Ich kann mich da auch immer noch dran erinnern, als wir es gestern, also dieser Moment, das war so seltsam, aber auch irgendwie so erfüllend, ich weiß nicht.
00:02:04: Also außenstehende hätten oder haben auch gesagt, was macht ihr da? Also die hätten uns komplett komisch gefunden, weil wir waren wirklich, also wir mochten uns, weil wir waren jetzt nicht wirklich befreundet,
00:02:15: aber das hat uns einfach verbunden, dass wir immer uns anguckt, weggeguckt, angeguckt, weggeguckt, im Unterricht.
00:02:21: Ich glaube, wir haben auch vorher gar nichts zusammen gemacht, also es fing halt wirklich mit diesem Blicken an und also es ist halt, als wenn unsere Energien sich so gegenseitig angezogen hätten und man konnte nicht weggucken.
00:02:32: Das ist so heftig.
00:02:34: Das heißt, dass wir versucht haben, uns nicht mehr anzugen, haben wir uns trotzdem weiter angeguckt. Aber wie ist dann unsere Freundschaft überhaupt entstanden? Irgendwann mussten wir immer ins Gespräch kommen und sagen, okay, wir machen mal was zusammen, weißt du, dann noch so den ersten Moment?
00:02:48: Nee, gar nicht. Ich weiß nur noch, wie wir uns angeguckt haben und dann weiß ich als nächsten Schritt nur noch, dass wir uns mal getroffen haben und dass wir dann auch geschrieben haben, aber wie es wirklich dazu kam.
00:02:59: Also damals war ja noch MSN und so was, ziemlich groß. Ich glaube, darüber haben wir dann angefangen zu schreiben, aber wie das genau war, weiß ich echt nicht mehr.
00:03:07: Ja krass, ich erinnere mich dann wirklich nur an, wo es schon viel später war, wo ich mir schon sicher war, okay, ich habe das auch damals einfach so entschieden.
00:03:17: Ich möchte, dass Larissa meine beste Freundin ist und habe das auch so in meinem Tagebuch geschrieben, habe das wirklich einfach manifestiert und dann erinnere ich mich natürlich ganz klar an unsere Klassenfahrt.
00:03:28: Auf dem Jakobsweg, wo wir ja eigentlich viel zusammen machen wollten, auch gemacht haben und das hat auch nicht jeder Person so gefallen tatsächlich, weil ich mir ja einfach, ich habe dich ja eigentlich aus, also meine damalige beste Freundin hat ja die Schule gewechselt und ich war allein und dann, man brauchte damals halt eine neue beste Freundin, aber ich habe mir das gar nicht, also das war für mich einfach nur klar.
00:03:56: Ich will, dass Larissa meine beste Freundin wird, so ohne dich richtig zu kennen und dann habe ich mir dich ausgesucht, aber auch ein bisschen rausgeholt aus deinem bisherigen Freundschafts- oder Freundeskreis vielleicht.
00:04:08: Ja, ich glaube, es war auch gar nicht so einfach, weil wir uns halt super verstanden haben und wir auch gemerkt haben, wir wollen mehr zusammen machen, aber die anderen waren mir natürlich auch total wichtig und dann da irgendwie so zu verteilen, mit wem verbringst du jetzt deine Zeit und eigentlich würde ich so gerne mit jedem gleichzeitig Zeit verbringen.
00:04:23: Das war gar nicht so einfach, also war kein leichter Start eigentlich unsere Freundschaft.
00:04:28: Nee, und in der Schulzeit ist das ja sowieso noch mal schwieriger und dann einfach, dass sich zu entscheiden, okay, du machst jetzt nur noch was mit mir, das stößt immer bei Mädels unangenehm auf und so war es auch, aber ich hätte glaube ich nicht gedacht, auch wenn ich es mir damals gewünscht hätte, dass wir bis heute beste Freundinnen geblieben sind, und du bist einfach bis heute meine beste Freundin und ich wusste es damals.
00:04:50: Du meine auch, aber ich habe das damals nicht kommen sehen. Also ich dachte schon, wir sind gut befreundet, aber dadurch, dass es halt so schwierig war am Anfang, weil ich auch irgendwie niemand enttäuschen wollte und auch gar nicht wusste, wie soll ich mich jetzt wirklich verhalten, ohne dass ich jemandem gegen den Kopf stoße, war das eigentlich in der Situation gar nicht so in meinem Kopf drin, dass wir beste Freunde werden, sondern es war halt einfach damals schon eine Tatsache, dass wir uns super verstanden haben und irgendwie auch so auf einer Wellenlänge sind und unsere Seelen sich irgendwie so gleichen.
00:05:19: Aber wie es dann kam, das habe ich nicht kommen sehen.
00:05:24: Ja, ich finde es auch bis heute verrückt, aber ich bin jeden Tag dankbar drum, wir sagen uns das ja auch regelmäßig und unsere Freundschaft ist ja auch das perfekte Beispiel eigentlich dafür, sich nehmen das immer wieder als Beispiel, weil du bist meine beste Freundin, aber wir haben unsere Freundschaft noch nie daran festgemacht, wie häufig wir uns sehen oder hören.
00:05:47: Also es ist einfach so, egal wo wir auf der Welt sind, wie lange wir auch mal keinen Kontakt haben, natürlich ungewollterweise, aber es ändert halt nichts an unserer Verbindung, weil die unsichtbar ist und deswegen finde ich auch, dass Energie, also dieses Thema perfekt zu uns passt, also dass du die perfekte Interviewpartnerin heute für mich bist, für das Thema, weil es unsere Connection halt schon immer unsichtbar war und ist.
00:06:14: Ja und trotzdem spürbar.
00:06:16: Ja und so viel haben das ja auch auf dem Weg, wenn man so erwachsen wird, nicht verstanden, dass eine Freundschaft also für andere definiert sich vielleicht auch darüber, wie häufig man sich sieht, aber bei uns war es einfach noch nie so, wir haben uns dann noch nie irgendeinen Vorwurf gemacht und damit wurde ich ja sehr konfrontiert in der Vergangenheit mit so Vorwürfen, was das angeht.
00:06:35: Ja, das war ja leider bei dir ein sehr großes Thema und da sind wir glaube ich dann auch reingewachsen, dass wir dann halt auch gemerkt haben, okay, eigentlich definiert sich eine Freundschaft gar nicht darüber.
00:06:44: So bei mir war es ja oft gezwungenermaßen, dass ich mich auch nicht melden konnte oder so und da hat man dann halt schon gemerkt, mit wem man da trotzdem dann immer noch eine gute Verbindung hat und mit wem nicht.
00:06:54: Willst du ein bisschen nur das, was du teilen willst, natürlich zu deiner Situation sagen, wie es so ist, warum wir auch manchmal einfach keinen Kontakt haben können, wenn man das so sagen kann?
00:07:11: Ja, also mit 16 Jahren bin ich ja ziemlich krank geworden und damals war mir nicht so genau klar, was da überhaupt in meinem Körper passiert ist, dass ich hatte eine Trompose im Kopf, Blutungen und auch Wasser und sowas und eigentlich war dann schon der Gedanke, dass mir schneller wieder besser gehen würde, war aber leider nicht der Fall.
00:07:29: Also ich habe mich nie mehr richtig erholt und mein Energiellevel ist konstant extrem niedrig und ich muss halt super aufpassen, wofür ich meine Energie aufwende und auch deswegen kann ich mich halt nicht immer melden, gerade wenn jetzt irgendwie anderes im Leben ist, was du einfach machen musst, was du jetzt nicht zurückstellen kannst und dann ist das natürlich schade, wenn man eigentlich den Kontakt haben möchte, aber das einfach nicht geht, weil der Körper einen nicht lässt.
00:07:55: Und du hast ja immer geschrieben, Kontakt gab, du warst auch für drei Monate in Frankreich, ich war für sechs Monate in Spanien, trotzdem hatten wir immer Kontakt und dann habe ich nämlich von heute auf morgen nichts von dir gehört und wusste so, mein Bauch geführt, dass irgendwas ist nicht in Ordnung und da ist das eben passiert.
00:08:15: Das war direkt nach dem Ausland, also es ist quasi im Ausland, bin ich schon krank geworden.
00:08:19: Aber damals wusste ich das halt noch nicht, sondern es kam dann erst, als ich nach Hause kam,
00:08:24: dass ich dann auch relativ schnell ins Krankenhaus kam und mich dann auch natürlich nicht melden konnte.
00:08:29: Und ich weiß auch noch, in der Anfangszeit war es auch ziemlich schwierig. Also wir hatten zwar
00:08:32: trotzdem den Kontakt, aber du bist natürlich zurück in die Schule. Ich war dann die ganze Zeit nur zu Hause
00:08:37: und dann war es natürlich auch so eine Sache, wie der Kontakt jetzt weiter bestehend bleibt.
00:08:41: Und klar, du hattest dein Thema, ich hatte mein Thema, aber trotzdem sind wir irgendwie verbunden
00:08:47: geblieben und hatten auch da in der Zeit immer noch uns als Halt, wenn es uns ganz schlecht ging.
00:08:51: Ja, das hat auf jeden Fall absolut gar nichts an unserer Freundschaft verändert,
00:08:55: wenn dann hat es uns noch näher zusammengebracht. Aber natürlich ist es einfach eine sehr,
00:09:01: sehr unschöne Situation, muss man sagen, bis heute. Aber ja, umso dankbarer bin ich immer noch,
00:09:08: dass wir diese Verbindung haben und für mich wird die auch immer intensiver und wir sagen ja auch
00:09:13: immer wieder, ich, also, könnt mir nichts vorstellen, was unsere Freundschaft zerstören könnte.
00:09:19: Nicht mal ein Mann oder sonst was, weil wir haben eigentlich, also wir haben schon trotzdem,
00:09:25: was dir damals passiert, schon so krasse Sachen zusammen erlebt. Ja, irgendwie haben wir uns auch
00:09:34: in die gleiche Richtung entwickelt, obwohl jeder halt sein Leben gelebt hat mit den eigenen Hören,
00:09:39: die er so hatte. So, ich hatte sehr viel mit meiner Gesundheit, du hattest ja sehr viel anderes so
00:09:42: im Leben. Aber wir haben uns halt in die selbe Richtung entwickelt und deswegen passt das
00:09:47: irgendwie auch immer noch. Und ich finde auch gerade in den letzten zwei Jahren, wo es dann bei mir
00:09:52: irgendwie nochmal richtig schlimm wurde gesundheitlich und bei dir ja auch wirklich dieser
00:09:56: Selbstfindungsweg anfing, da haben wir uns auf einmal wieder so total in die gleiche Richtung
00:10:00: entwickelt, weil wir uns halt mit uns selbst beschäftigt haben und wie wir überhaupt zu
00:10:05: der Welt stehen und zu uns selbst und irgendwie sind wir da dann auch nochmal wieder viel näher
00:10:09: zusammengekommen. Ja, man muss ja auch wirklich sagen, also wenn man sich in der Schulzeit kennt,
00:10:14: man verändert sich ja wirklich die Allermeisten so stark über die Jahre und voll oft lebt man
00:10:21: sich einfach auseinander, das habe ich ja so genüge erlebt in den letzten Jahren und wir haben uns
00:10:27: aber irgendwie, wir sagen das auch immer, wir fühlen uns, als hätten wir, obwohl wir im Außen
00:10:32: ein anderes Leben haben, den selben Seelenweg. Also als wenn wir, wir haben immer die gleichen
00:10:38: Gefühle zu einer Situation, die sind zwar nicht immer komplett zeitgleich, aber minimal Zeit versetzt,
00:10:44: dass wir immer zu jeder Lebenslage über Situationen reden können und uns genau gleich gefühlt haben.
00:10:51: So letztes, das ist so verrückt. Ja, das ist komplett verrückt, aber dadurch haben wir halt auch
00:10:58: ein ganz anderes Verständnis für einander, weil klar, wenn du irgendwas selbst erlebt hast oder
00:11:02: das ähnliche Gefühle in dir ausgelöst hat, dann kannst du das natürlich auch bei einem anderen
00:11:06: viel mehr nachvollziehen, als wenn du das jetzt irgendwie noch nie so empfunden hast. Ja, man muss auch sagen, du
00:11:10: warst ja jahrelang in der Beziehung, ich war bis vor dreieinhalb Jahren in der Beziehung, eigentlich war
00:11:16: auch da unser Außen sehr unterschiedlich, wir waren auch irgendwie nie gleich Single oder Vergeben.
00:11:22: Und trotzdem konnten wir unsere Gefühle aber immer nachvollziehen, was ja auch nicht so häufig ist,
00:11:27: wenn in Freundschaften einer Vergeben, einer Single ist, da sind ja auch manchmal so Streitpunkte,
00:11:33: aber dann hat ja dann mein Selbstmungsweg wirklich mit meiner letzten Trennung vor dreieinhalb Jahren
00:11:38: angefangen, du warst aber schon immer auch reflektiert und ja, hast dich, ich sag mal,
00:11:45: also wir haben uns ja irgendwie unbewusst mit uns schon befasst, aber eben auch seit, ich weiß
00:11:50: gar nicht, wie lange jetzt schon, wann das eigentlich bei dir angefangen hat, das wollte ich auch als
00:11:53: nächste Sorge, wann hat das bei dir angefangen, aber dass wir uns auch da auf diesem, ja, im Thema
00:12:00: Persönlichkeitsentwicklung und auch Spiritualität tatsächlich so ähnlich entwickelt haben,
00:12:05: unabhängig voneinander, also wir haben uns da nicht komplett beeinflusst, es ist einfach passiert
00:12:10: in unserem Leben, aber wie bist du darauf gekommen, frage ich jetzt. Also erstmal jetzt zu dir von wegen
00:12:17: dem Beeinfluss, wir haben uns eigentlich gar nicht beeinflusst, weil gerade in der Zeit,
00:12:20: als das bei dir angefangen hat, hat das bei mir eigentlich komplett auf Stopp gestanden,
00:12:25: weil richtig angefangen hat das, also ich halt damals krank geworden bin mit 16, ich war ja aus
00:12:29: dem Leben gerissen, war noch zu Hause, konnte nicht mehr in die Schule gehen und quasi zum
00:12:33: Zugucken gezwungen, weil ich kein eigenes Leben mehr hatte in dem Sinne und da habe ich natürlich
00:12:37: dann auch angefangen, mir das Außen anzugucken, wie leben die Menschen überhaupt, wie verhalten
00:12:43: die sich und dann bin ich halt auch aufrufgegangen, so wie verhalte ich mich, wie fühle ich mich
00:12:47: eigentlich und bei mir war es aber so, die Sinus-Veren-Trombose war zwar der Auslöser,
00:12:53: aber was sich daraus entwickelt hat, so dass dieses Energieniveau so niedrig ist,
00:12:58: das wurde von den Ärzten nicht wirklich anerkannt, das heißt ich wusste nicht,
00:13:01: dass ich chronisch krank bin und habe danach wirklich die ganze Zeit versucht gegen meinen
00:13:06: Körper zu arbeiten und irgendwie wieder auf ein normales Leben zu kommen und dadurch habe
00:13:12: ich mich selbst dann wieder verloren, also diese Sicht auf mich, weil ich halt wirklich gegen
00:13:15: meinen Körper gearbeitet habe und in der Zeit hatten wir dann auch gar nicht so viel Kontakt,
00:13:19: also gerade in der Zeit, als ich da meine Ausbildung gemacht habe und da fing das bei dir an,
00:13:24: dass du dann auch dich schon mit dir selbst beschäftigt hast und ich zu dem Zeitpunkt noch
00:13:28: gar nicht und dann vor zwei Jahren ist meine Gesundheit dann wieder komplett eingestürzt,
00:13:33: weil ich mich halt jahrelang viel zu selber fordert habe und dann bin ich wieder komplett
00:13:37: aus dem Leben gerissen worden und dann blieb mir halt wieder gar nichts anderes übrig,
00:13:40: als mich mit mir selbst zu beschäftigen und auf einmal waren wir wieder auf dem gleichen Weg
00:13:45: und das ohne irgendwie, dass wir das zusammen gemacht hätten, aber wir gehen dann halt trotzdem
00:13:51: zusammen, weil wir einander dann zuhören. Das wurde von den Ärzten nicht anerkannt,
00:13:55: weil es unsichtbar war, weil du ja sagst du, du hattest ein niedriges Energielevel und das ist
00:14:02: ja das, das habe ich auch in der Folge davor gesagt, dass halt diese Energie ist unsichtbar,
00:14:06: du kannst es erstmal nicht gut belegen mit Fakten. Ja vor allem ist es halt auch für
00:14:13: einen selbst schwierig das zu belegen, weil ich hatte zwar auch ganz viele andere Symptome,
00:14:18: die sich so in einem System des Körpers zeigen, also Nervensystem, Magen-Darm-System,
00:14:23: aber darauf sind die Ärzte dann eingegangen, die haben dann diese Toma behandelt, aber auf
00:14:27: diese Schwäche, diese Erschöpfung, dass ich keine Energie habe, sodass kann man ja wirklich nicht
00:14:32: zeigen und wenn einem dann die ganze Zeit gesagt wird, das kann ja gar nicht sein,
00:14:36: dann fängt man auch an sich selbst zu zweifeln, weil man selbst sieht das ja auch nicht,
00:14:40: das ist ja jetzt kein gebrochene Arm, sondern ist ja was, was du spürst und dann zweifelst du
00:14:44: halt tatsächlich auch an deinem eigenen Gespür. Das ist ja echt ernst zu nehmen ist und einfach
00:14:49: oft auch nur das gesehen wird, was man ja mit dem eigenen Auge betrachten kann,
00:14:53: dabei ist meiner Meinung nach auch das energetische viel stärker, es ist eigentlich viel größer,
00:15:01: es ist halt nur nicht sichtbar in meinen Augen. Ja, das stimmt, es macht uns ja auch eigentlich
00:15:08: aus, also das was wir spüren, wie wir uns fühlen, wie wir auf Dinge zugehen, also ob wir uns jetzt
00:15:13: gerade freuen, etwas zu machen oder gar keine Lust darauf haben, so das entscheidet ja auch
00:15:17: darüber, welche Energie wir da reinstecken oder auch wie viel Energie wir zur Verfügung haben,
00:15:21: also es hat wirklich wahnsinnig viel damit zu tun, wir werden es auch tagtäglich verhalten,
00:15:26: nur meistens stecken wir so in unserem Alltag drin und versuchen halt einfach unser Leben hinter uns
00:15:31: zu bringen, dass wir das gar nicht mehr wahrnehmen, weil wir halt keine Zeit darauf verwenden,
00:15:35: uns mal zu fragen, wie fühle ich mich gerade und wie reagiert mein Körper auf bestimmte
00:15:39: Dinge oder Gedanken? Das macht man eben wirklich nur, wenn es einem, also wie du gesagt hast,
00:15:46: dass es aus dem Leben wieder gerissen wird, weil man wieder gegen sich gelebt hat oder wenn es einem
00:15:51: richtig schlecht geht, wenn man so einen Tiefpunkt hat, nur so bin ich ja auch auf diesen Weg gekommen
00:15:56: oder komme auch immer wieder auf meinen Weg zurück. Ja, das stimmt, es macht uns ja auch
00:16:02: eigentlich aus, also das was wir spüren, wie wir uns fühlen, wie wir auf Dinge zugehen, also ob
00:16:07: wir uns jetzt gerade freuen, etwas zu machen oder gar keine Lust darauf haben, so das entscheidet ja
00:16:11: auch darüber, welche Energie wir da reinstecken oder auch wie viel Energie wir zur Verfügung haben.
00:16:16: Also es hat wirklich wahnsinnig viel damit zu tun, wir werden es auch tagtäglich verhalten,
00:16:20: nur meistens stecken wir so in unserem Alltag drin und versuchen halt einfach unser Leben hinter uns
00:16:25: zu bringen, dass wir das gar nicht mehr wahrnehmen, weil wir halt keine Zeit darauf verwenden,
00:16:29: uns mal zu fragen, wie fühle ich mich gerade und wie reagiert mein Körper auf bestimmte Dinge oder
00:16:34: Gedanken. Tut mir gut. Ja, was hast du denn so rausgefunden, was das Thema angeht, so was, was
00:16:42: hast du verändert seit du jetzt wieder den letzten Tiefpunkt hattest? Kannst du da Beispiele nennen?
00:16:50: Eigentlich die ganze Welt, die ganze Sicht auf die Welt und auch auf mich selbst, also was mich
00:17:00: glücklich macht, habe ich erstmal versucht rauszufinden und auch was ich vom Leben möchte,
00:17:04: also wo ich einen Sinn drin sehe und wo vielleicht nicht und tatsächlich auch wo ich meine Energie
00:17:08: reinstecke, dadurch dass mein Energieler will dann vor zwei Jahren wieder so extrem eingesagt ist,
00:17:13: muss ich natürlich gucken, wo setze ich jetzt die Prioritäten und in den Jahren davor,
00:17:17: dadurch dass ich unbedingt meine Ausbildung haben wollte, stand halt die Ausbildung ganz,
00:17:21: ganz oben und ich selbst stand ganz, ganz unten, weil ich bin ja die einzige, von der ich quasi die
00:17:25: Energie wegnehmen musste, weil das alles andere musste für mich sein und das ist das, was ich
00:17:31: tatsächlich ziemlich verändert habe, dass ich halt wirklich gucke, wie kann ich meine Prioritäten
00:17:36: setzen, dass ich mir selbst keine Energie raube, sondern vielleicht auch gebe und dass ich in
00:17:42: einem Rahmen bleibe und mein Körper nicht überfordere, sondern ja nach mir selbst gucke. Ja, das sagen
00:17:49: wir auch immer wieder, ich bekomme das ja auch bei dir mit, diese Veränderungen, wie du immer mehr
00:17:54: wirklich darauf hörst und auch, weil du möchtest offen, das ist ja auch vollkommen verständlich,
00:18:00: ein Ja zu sagen, alleine wenn es ist, dass wir was unternehmen, dass wir telefonieren oder so,
00:18:04: weil an sich deiner Seele gibt es ja Energie, aber dass du da trotzdem so stark bist und dann immer
00:18:11: wieder auf dich hörst und nein sagst, weil du weißt so und das machst du immer mehr, weil du weißt,
00:18:16: dass es dir dann nicht gut gehen wird, auch so sehr du das auch willst und das ist auch glaube ich
00:18:21: das Schwierigste der Welt, also darauf zu hören, aber da sehe ich einfach auch diese Veränderungen
00:18:26: bei dir immer mehr, dass du da trotzdem stark bleibst oder bin ich richtig stolz. Danke,
00:18:33: das bedeutet mir echt viel, es ist auch wirklich wirklich nicht einfach, gerade das Nein sagen,
00:18:39: wenn man etwas möchte und dann muss man auch wahnsinnig viel stärker aufbringen, weil man
00:18:43: natürlich weiß in dem Moment würde mir das Spaß machen, aber was ist der Preis dafür,
00:18:48: so wie fühle ich mich danach und wie viel bezahl ich für vielleicht fünf Minuten mit dir reden,
00:18:55: wie es mir dann halt danach geht zu einem Zeitpunkt, an dem ich es eigentlich nicht könnte und da
00:18:59: dann halt wirklich darauf zu gucken, was lässt mein Körper mich gerade machen und was nicht,
00:19:03: das ist nicht einfach, aber ich habe jetzt gerade auch über die Zeit gelernt, dass man im Endeffekt
00:19:08: dafür belohnt wird, wenn man nach sich guckt, weil es dann auch zur richtigen Zeit trotzdem
00:19:12: funktioniert. Ja, ich habe auch das Gefühl, so oft wollen wir Menschen eben das in dem Moment,
00:19:17: wir wollen natürlich in dem Moment Spaß haben oder uns gut fühlen und vergessen dabei,
00:19:22: dass er fängt bei den kleinsten Dingen an Schokolade essen und vergessen dabei,
00:19:26: wie es uns dann danach geht, wenn wir natürlich zu viel essen, aber dann zu wissen, dass es aber
00:19:32: langfristig einen Sinn hat und ich glaube, wir denken, also das ist auch so eine Riesenveränderung
00:19:37: bei uns beiden, wir denken mittlerweile viel öfter, langfristig früher, ich habe alles in dem
00:19:42: Moment gemacht, wenn ich was in dem Moment wollte oder ich dachte, dass es dann habe ich es einfach
00:19:46: gemacht, ohne jegliche Überkonsequenzen nachzudenken und mittlerweile, dass wir einfach langfristig
00:19:53: wissen, okay das ist jetzt zwar nicht schön, aber so du setzt jetzt deine Gesundheit damit nicht
00:19:59: ausspielen, das wird auch irgendwie bezahlt mit einem guten Preis, sag ich mal. Ja, das stimmt
00:20:07: schon, also wofür man seine Energie einsetzt und wofür nicht, das ist immer schwierig, so gerade
00:20:12: jeder lebt ja eigentlich im Moment oder versucht halt dem Moment hinter sich zu bringen, egal was
00:20:16: jetzt gerade ist, aber dann die Sicht darauf, wie verändert sich mein Leben im Nachhinein
00:20:21: da durch, das ist halt wirklich das Schwierige. Du bist eigentlich der Mensch, du kombinierst
00:20:26: irgendwie Spiritualität mit Logik, weil voll oft wenn Leute Spiritualität hören, dann schalten die
00:20:31: sofort ab und denken sich so ja ich bin das nicht und das ist alles nur, weiß ich nicht,
00:20:35: irgendwie ein Getour und ich glaube, das gehört auch irgendwie zu deiner Bestimmung im Leben,
00:20:42: das irgendwie später zu verbinden und in die Welt zu bringen, aber wie würdest du da deinen Weg
00:20:47: beschreiben, also dass du zwar auf den Weg der Spiritualität auch gekommen bist oder vielleicht
00:20:51: auch schon immer warst, aber da auch bewusster geworden bist, aber trotzdem jetzt nicht komplett
00:20:56: den Fokus verlierst und dich da zu sehr in Anführungszeichen reinsteigerst, wenn man das
00:21:01: machen kann, also für jeden ja das was richtig ist, aber ja wie würdest du das beschreiben,
00:21:07: man hat das bei dir angefangen mit der Spiritualität und wie siehst du das jetzt? Also mir interessiert
00:21:14: hat es mich schon immer, auch so von Kind an, fand ich das immer schon toll, aber durch die
00:21:20: Erkrankung konnte ich dann halt jahrelang nicht so wirklich die Gedanken daran verschwenden,
00:21:25: sage ich jetzt mal blöd, weil ich in dem Moment halt nicht gesehen habe, wie viel Einfluss das auf
00:21:30: mein Leben hätte oder wie ich anders sich das dann wahrnehmen könnte, aber mir gefällt hat der
00:21:34: Gedanke nicht, dass man nur noch in seinem Kopf oder in den Wolken lebt und gar nicht mehr wahrnimmt,
00:21:39: was gerade vor allem passiert, also für mich muss es halt diese Verbindung haben zwischen dem
00:21:44: weltlichen und dem was dahinter steckt, also mittlerweile ist es halt schon so, also gerade
00:21:49: durch meine Erkrankung habe ich immer einen Sinn dahinter gesehen, dass ich krank geworden bin,
00:21:53: weil mich das sonst wirklich innerlich zerstört hätte, wenn ich mir einfach nur gedacht hätte,
00:21:57: okay ich hatte Pech und bin super krank geworden und kann nicht mehr wirklich leben und deswegen habe
00:22:03: ich da mal einen Sinn dahinter gesehen, dass ich irgendwann anderen Menschen Kraft geben kann,
00:22:07: aus so einem Tief wieder rauszukommen und dass das Leben auch wieder schön werden kann, egal wie
00:22:12: schwierig das war, weil ich auch sehr viel dadurch gelernt habe. Ja, hast du was Konkretes, was du,
00:22:19: was dir da direkt in den Sinn kommt, was du dadurch gelernt hast? Ich bin eigentlich ein ganz anderer
00:22:27: Mensch geworden, also ich glaube, ich habe dadurch, dass ich mein eigener Körper gegen mich gestellt
00:22:36: habe, gelernt, mir selbst Liebe zu geben und dadurch, dass ich mir selbst Liebe gegeben habe,
00:22:43: habe ich auch gelernt, das an andere weiterzugeben, also egal wie schlecht es mir geht, ich versuche
00:22:48: eben trotzdem oder mittlerweile habe ich das auch wirklich einfach in jede Zelle meines Körpers
00:22:53: integriert, auch diese Liebe nach außen weiterzugeben, weil das die Welt und auch das Leben sehr viel
00:23:00: lebenswerter macht, wenn man einfach nett ist und auch ja einfach positiv auf Dinge reagiert und nicht
00:23:07: immer alles nur negativ sieht und das fängt halt mit kleinsten Kleinigkeiten an, zum Beispiel,
00:23:12: wenn dir jetzt jemand davor fährt und du kannst grad nicht weiterfahren und du regst dich auf, weil
00:23:18: grad dein Zeitplan durcheinander kommt, dann bist du ja direkt wieder in deinen negativen Gedanken
00:23:23: und ich bin mittlerweile wirklich so, dass ich mir denke, okay, das hatte grad einen Sinn,
00:23:26: vielleicht soll ich grad einfach nicht hier weiterfahren, sondern soll mal kurz verzögert werden,
00:23:31: ob ich jetzt kurz wieder zu mir kommen soll, mal kurz durchatmen soll oder weil vielleicht sonst was
00:23:36: schlechtes auf mich wartet, das weiß man ja so nicht, aber dass das Leben eben für einen ist und nicht
00:23:43: gegen einen und das habe ich gelernt, obwohl mein Körper gegen mich ist, also das ist wirklich,
00:23:48: wirklich schwierig in Worte zu fassen, aber quasi wenn alles gegen dich ist und dein Körper ist ja
00:23:53: quasi so alles, wenn deine Gesundheit schlecht ist, dann kannst du trotzdem noch für dich sein
00:23:58: und das ist irgendwie das, was ich mir selbst irgendwie dann klar gemacht habe. Richtig schön,
00:24:04: Larissa. Auch dass du, das erlebe ich ja auch hautnah, damit dass du trotz deiner Situation immer,
00:24:13: du hast immer ein offenes Ohr für die andere Person, immer Liebe zu geben und du beschwerst
00:24:18: dich einfach nicht, also wenn sich jemandem im Leben beschweren könnte, dann du und du machst
00:24:23: es einfach nicht und ich glaube, das hört man jetzt auch wieder, was du hier für Erkenntnisse teilst
00:24:28: in der Folge, das ist einfach wirklich verrückt, aber für mich warst du tatsächlich in der Hinsicht
00:24:34: schon immer so ein Mensch, du hast dich noch nicht, ich glaube deswegen fand dich dich damit
00:24:39: auch schon so toll, weil du warst, du hast immer schon sehr viel Liebe in dir und sehr viel Liebe zu
00:24:44: geben, du warst nie so, dass du irgendwie negativ durch die Welt gegangen bist, ja. Ja, aber tatsächlich
00:24:53: war das, bevor ich krank geworden bin, zwar nach außen hin, das ist also es war auch wirklich ehrlich,
00:24:59: gar keine Frage, aber damals konnte ich mir selbst das noch nicht geben, weil ich an mir selbst irgendwie
00:25:06: so viel falsch gefunden habe, dass ich das mir selbst nicht geben konnte, aber allen anderen
00:25:12: schon und als ich dann krank geworden bin, habe ich halt gemerkt, okay, gerade ist alles schlecht,
00:25:17: aber trotzdem weiß ich nicht, bin ich es wert, geliebt zu werden. Ich glaube deswegen bist, also
00:25:23: denkst du auch, weil du jetzt, das ist bestimmt eine Riesenveränderung, deswegen bist du noch so,
00:25:29: wie du bist und bist noch hier, weil du dir angefangen hast, ab irgendeinem Punkt selbst auch Liebe zu
00:25:36: geben, dich selbst zu hören, dir Verständnis zu geben, weil das ja das Wichtigste ist, einfach,
00:25:42: aber gerade an dir, wie du jetzt durch die Welt g'siebt, man das auf jeden Fall und damals, ja,
00:25:47: da konnte man, kann ich natürlich nicht in dich gucken, da hast du mir natürlich Liebe gegeben,
00:25:51: aber auch das ist ähnlich bei uns damals, weil wir haben uns selbst überhaupt keine Liebe
00:25:57: scheinbar damals gegeben, also ich hatte ja auch gar kein Selbstbewusstsein.
00:26:01: Ich glaube, das ist auch in dem Alter relativ normal, aber es ist halt echt traurig, wenn man
00:26:07: so mal daran zurück denkt. Ja, hast du jetzt gerade kurz du Selbstbewusstsein da irgendwie
00:26:12: auch irgendwas, woran du dich zurück erinnerst, wo du weißt, okay, also daran kann ich festmachen,
00:26:18: dass ich total unzufrieden damals mit mir war. Alles. Ich habe eigentlich,
00:26:26: eigentlich habe ich die ganze Zeit gedacht, was kann ich an mir verändern, dass
00:26:31: ja, ich mich selbst in der Welt akzeptieren kann, weil ich habe halt immer gedacht,
00:26:36: ich habe halt wirklich gedacht, ich würde nicht dazu passen. Also obwohl ich ja die Menschen um mich
00:26:43: herum echt gemocht habe und auch so als wir uns dann gefunden haben, so ich habe ja auch gemerkt,
00:26:47: das passt, aber ich habe mich selbst nie als Teil der Gruppe gesehen, ich weiß auch nicht warum,
00:26:51: aber ich konnte mich selbst einfach nicht akzeptieren, wie ich bin und dann wird das natürlich
00:26:56: gerade in den Jugendjahren runtergebrochen auf, wie sehe ich aus? So und dann versucht man einfach
00:27:02: irgendwie daran was zu ändern, was man ja aber nicht viel kann in dem Alter so und ja, auch das
00:27:08: hat sich tatsächlich bei mir verändert, als ich dann krank geworden bin, weil ich ja durch die,
00:27:12: also ich habe die Trompose durch die Pille bekommen und durch die Pille dann auch ziemlich
00:27:17: viel zugenommen, das heißt, das ist quasi noch mal ins negative umgeschlagen, also ist es quasi
00:27:22: noch schlimmer geworden, meine körperliche Wahrnehmung zu mir selbst und da kam halt dann aber auch der
00:27:27: Schalter, dass wenn das jetzt auch nichts bringt, so was soll denn dann was bringen?
00:27:32: Es hat, ich muss mir gerade die Hand voll im Mund halten, als du gesagt hast, was kann ich mir
00:27:38: verändern, weil ich wollte eben ein Beispiel nennen und zwar, weil das ist die konkrete Situation,
00:27:43: die ich mich immer zurück erinnere, dass ich durch die Schule, ich glaube über den Schulhof
00:27:47: gelaufen bin und mir gesagt habe, ich finde überall was an mir woran ich was verändern würde,
00:27:53: also alles, ich bin dann wirklich alles so durchgegangen, so von oben bis so in Haare,
00:27:57: Stirn, Augenbrauen, keine Ahnung, alles bin ich durchgegangen und dachte mir so an allem will
00:28:02: ich was verändern, du hast gerade eigentlich das auch eben so in anderen Worten gesagt,
00:28:07: es war schon wieder ein crazy Moment hier, aber das passiert bei uns ja tatsächlich richtig häufig,
00:28:13: dass wir einfach das Gleiche denken oder sagen, dass es jetzt wieder in dieser Folge drin ist,
00:28:17: ja war geil. Wie würdest du denn sagen, ist heute so dein Selbstbild, also sowohl äußerlich als auch
00:28:28: inhaltlich, weil ich sage, warum, ich rede gerne über das innerlich und das ist mir auch super
00:28:31: wichtig, bin den ganzen Tag eigentlich da mit inneren Wert mittlerweile beschäftigt,
00:28:36: während ich früher nur mit den Äußeren, aber man kann auch nicht absprechen, dass das Äußere
00:28:41: auch irgendwie dazugehört, finde ich. Genau, also das äußere klar ist das wichtig, weil ich glaube,
00:28:48: wie man sich selbst äußerlich wahrnimmt, so ist das auch wie du dich dir gegenüber dann verhältst.
00:28:53: Also sag mal, wenn du jetzt einen Tag hast, wo du dich so gar nicht um dich selbst kümmerst,
00:28:58: dann fühlst du dich einfach schlechter als wenn du, wie wir uns das gerade sagen, wie wir haben eben
00:29:07: noch, sind wir so froh, dass das hier nicht mit Video ist, dieser Podcast, weil naja, optisch haben
00:29:13: wir uns heute glaube ich nicht viel um uns gekümmert, aber gut, ist auch Sonntag.
00:29:17: Genau, aber das Ding ist, wenn du so rausgehen würdest, dann hättest du einfach nicht dieses
00:29:25: Selbstwusstsein, weil du dich selbst in dem Moment dann auch einfach nicht so schön findest und
00:29:29: so Schönheit ist ja subjektiv, das heißt, alle anderen müssen dich gar nicht schön finden,
00:29:35: aber du selbst musst mit dir zufrieden sein und ich hab mittlerweile natürlich immer noch,
00:29:39: also durch der Krankung nehme ich halt oft dann mal ein paar Kilo zu und wieder ab,
00:29:43: das heißt mein Körper verändert sich auch ziemlich viel und früher hat mich das total gestört und
00:29:48: mittlerweile denke ich mir, das ist einfach mein Körper und ich finde mich in jeder Lage schön,
00:29:52: weil das mein Körper ist, mit dem ich dieses Leben leben darf und wenn ich mich um mich selbst kümmer,
00:29:57: dann gebe ich mir auch ein gutes Gefühl, weil ich auch damit mein Selbstbewusstsein erhöhe,
00:30:01: weil ich mich selbst dann einfach besser fühle und innerlich muss ich tatsächlich sagen,
00:30:06: dass ich mittlerweile super zufrieden bin, weil ich auch so eine Ruhe in mir gefunden habe,
00:30:12: die ich damals gar nicht hatte, also ich war immer total aufgeregt und nervös und
00:30:16: keine Ahnung was und heutzutage ist das wirklich, diese Ruhe, alles wird gut,
00:30:21: auch wenn gerade gar nichts gut ist, aber so das Leben ist für dich, es wird schon wieder und
00:30:28: diese Ruhe in mir zu finden hat mir tatsächlich auch diese Ruhe für mein Äußeres gegeben,
00:30:33: dass einfach alles okay ist und es ist okay so wie ich bin.
00:30:36: Ja, ich muss gerade dran denken, weil so wie ich jetzt gerade bin, wie du gesagt hast, also ich
00:30:45: habe mich jetzt heute nicht um mein Optisches gekümmert und wenn ich jetzt so rausgehen würde,
00:30:49: würde ich mich auch nicht wohlfühlen, ich gehe aber täglich so raus, weil ich ja ein Hund hab
00:30:53: und ich muss aber, das ist mir gerade aufgefallen, dann sagen, dass ich mich eigentlich oft immer
00:31:00: noch sehr unwohl fühle, wenn ich rausgehe, einfach weil ich aber weiß, ich finde mich grundsätzlich
00:31:05: hübsch Gott sei Dank mittlerweile, also ich bin zufrieden, ich finde nicht mehr überall was,
00:31:09: was ich ändern will, aber trotzdem, wenn ich mich nicht um mich gekümmert habe, weil ich oft auch,
00:31:15: ich habe auch oft keine Energie, da sind wir wieder beim Thema Energie dafür, dann führe ich mich aber
00:31:20: Trotzdem auch irgendwie nicht gut, wenn ich rausgehe.
00:31:23: Selbst wenn ich meditiert hab oder so.
00:31:25: Da bin ich gerade einfach drauf gekommen.
00:31:27: Also das ist tatsächlich was, was ich gelernt habe,
00:31:30: weil in der Zeit, als ich meine Ausbildung gemacht habe,
00:31:32: so ich habe ja auch einen Hund, und das lief alles nebenher.
00:31:35: Es musste halt einfach funktionieren, und da habe ich mir auch wirklich gar keine Mühe gegeben,
00:31:40: wie ich aussehe, wenn ich rausgehe, und so habe ich mich auch gefühlt,
00:31:43: wenn ich rausgegangen bin. Also meine Energie war dann noch niedriger,
00:31:47: weil ich mich auch einfach schlecht gefühlt habe.
00:31:49: Und jetzt mittlerweile ist das so, ich habe zwar mittlerweile weniger Energie,
00:31:54: als ich damals die Ausbildung gemacht habe,
00:31:56: aber ich nehme mir die Zeit, um mich morgens im Bad fertig zu machen.
00:32:01: Also ich schmink mich jetzt nicht oder so, aber ich nehme mir halt einfach Zeit
00:32:05: und gucke nach mir, nenne ich es einfach mal,
00:32:08: und dadurch geht es mir viel besser, wenn ich rausgehe,
00:32:10: als wenn ich das nicht mache. Also es gibt jetzt auch Tage,
00:32:12: wo ich das einfach nicht schaffe, klar, dann ist die Energie auch einfach nicht da,
00:32:16: die habe ich dann dafür nicht, aber dann merke ich auch,
00:32:18: dass ich draußen auch ganz anders reagiere,
00:32:21: weil ich habe mich für mich halt gemerkt, wie wichtig das ist,
00:32:24: sich um sich selbst zu kümmern, einfach damit man sich selbst wohl mit sich fühlt.
00:32:28: Ja, und dabei geht es wirklich noch nicht mal darum,
00:32:31: wie jetzt, wenn du rausgehst, die anderen auf dich reagieren,
00:32:34: sondern dass du, glaube ich, das ist gerade der Kie,
00:32:36: dir ein paar Minuten Zeit genommen hast,
00:32:39: dich, also dich um dich zu kümmern, auch optisch und dich wohl zu fühlen,
00:32:44: weil es geht nicht, ich sage auch immer, viele Ja,
00:32:46: Frauen schminken sich nur, um Männern zu gefallen,
00:32:48: aber es geht dabei gar nicht mehr ums Schminken,
00:32:50: weil die Tage, an denen ich mir fünf bis zehn Minuten mehr Zeit nehme,
00:32:54: bevor ich zur Arbeit gehe und mich irgendwie um mich kümmern,
00:32:58: indem ich irgendwie Cremes auftrage, was weiß ich,
00:33:01: ein Labello oder so, das ist schon, da gehe ich
00:33:04: und da ganz anderen Energie raus, als wenn ich gar nichts gemacht habe
00:33:08: und einfach nur gegessen habe und dann zur Arbeit,
00:33:10: was auch sehr oft vorkommt, weil ich einfach keinen Bock habe.
00:33:13: Aber das ist eine kleine Veränderung einfach, die schon,
00:33:16: und dann auch in der ganzen Ausstrahlung einfach zu sehen ist,
00:33:19: weil an den Tagen gehe ich ganz anders durch die Welt tatsächlich.
00:33:22: Ja, da merkt man halt wirklich, dass man sein Inneris nach außen strahlt,
00:33:28: aber sich auch noch als gutes Beispiel dazu sagen könnte,
00:33:31: von wegen hier, dass man sich von außen für sich selbst gut fühlen muss,
00:33:35: das ist zum Beispiel, wenn wir früher weggegangen sind
00:33:37: und wir haben uns dann irgendwie fertig gemacht,
00:33:40: damit wir nach außen hin gut aussehen, also für andere,
00:33:43: aber wir haben uns selbst gar nicht wohlgefühlt.
00:33:45: Also wir selbst haben uns so unwohl damit gefühlt,
00:33:48: dass der Abend auch nicht gut wurde.
00:33:50: Und wenn wir heutzutage weggehen, dann ziehen wir uns halt so an,
00:33:54: dass wir uns gut fühlen.
00:33:55: Also wir versuchen dann auch wirklich auszublenden,
00:33:58: was andere dazu sagen könnten,
00:34:00: und ja auch einfach nur darauf einzugehen,
00:34:02: wie fühle ich mich gerade mit diesem Outfit
00:34:04: und dann wird der Abend auch einfach viel, viel besser.
00:34:07: Ich finde, das ist auch so wichtig.
00:34:09: Also gerade wir gehen ja echt nicht viel weg.
00:34:13: Du, einmal wegen deiner Gesundheit,
00:34:15: ich mittlerweile auch viel, viel weniger als früher.
00:34:18: Und wie wichtig es ist,
00:34:20: sich in seinem Outfit für sich wohl zu fühlen,
00:34:22: nicht für andere, weil früher habe ich ja wirklich,
00:34:24: ich habe meine Klamotten-Darnacht zum Weggehen ausgehört,
00:34:27: wie kurz und wie eng sie sind,
00:34:29: damit man möglichst irgendwas sieht.
00:34:31: Und hab dann aber, ich war mir auch sicher,
00:34:33: ich mag das nicht für andere, aber das ist ein anderes Ding.
00:34:35: Und mittlerweile, ich hab da heute oder gestern noch drüber nachgedacht,
00:34:38: weil wir ja wahrscheinlich an Karn bei einmal zusammen rausgehen.
00:34:41: Und ich weiß ja schon, mein Kostüm, ich will ja Kaugeu werden.
00:34:44: Und ich habe aber richtig Schwierigkeiten,
00:34:46: also ich hab Hut und alles, ein Outfit zu finden,
00:34:49: weil ich möchte, ich fühle mich selbst nicht mehr so wohl,
00:34:52: wenn es so knapp wie möglich ist,
00:34:54: vielleicht weil ich da negative Sachen mit verbinde,
00:34:57: aber ich habe aktuell nur ein potenzielles Outfit,
00:35:00: was mir gerade zu knapp wäre,
00:35:02: und ich möchte das so nicht anziehen.
00:35:04: Und dann dachte ich mir, wenn ich jetzt rausgehen würde
00:35:07: ich wirklich komplett lange Sachen anziehen würde,
00:35:09: die ich aber schön finde.
00:35:11: Also ich sag mal, lange Hose, was weiß ich,
00:35:13: langes Oberteil, dann den Hut und irgendwie.
00:35:15: Aber ich würde mich einfach wohlfühlen.
00:35:17: Dann würde ich, also,
00:35:19: alleine was meine Ausstrahlung auf andere angeht,
00:35:22: eine viel selbstbewusstere Ausstrahlung haben,
00:35:24: als wenn ich so kurz und knapp wie möglich rausgehe,
00:35:27: einfach nur damit es in Anführungszeichen gut aussieht.
00:35:30: Also diese Erkenntnis hatte ich heute auch noch mal,
00:35:32: weil ich die ganze Zeit überlegen bin, was soll ich anziehen.
00:35:34: Ich möchte nicht, dass es so kurz ist.
00:35:37: Das heißt nicht, dass ich feier jeden,
00:35:39: der so selbstbewusst rausgeht,
00:35:41: aber es ist für mich nicht mehr so schön einfach,
00:35:44: so kurz und knapp wie möglich.
00:35:46: Ja, es ist irgendwie nichts mehr,
00:35:48: worin du dich im Moment wohlfühlst.
00:35:50: Ja.
00:35:51: Und ich glaube auch, mit früher,
00:35:53: also das war nie in unserem Kopf drin,
00:35:55: dass wir uns jetzt für andere anziehen
00:35:57: oder für andere fertig machen.
00:35:59: Ich glaube, der Untersch-- Nee, bewusst nicht.
00:36:01: Ich glaube, das war einfach unbewusst,
00:36:03: dass wir früher uns über die Reaktion vom Außen definiert haben.
00:36:07: Und heutzutage machen wir das nicht mehr,
00:36:09: weil wir uns heutzutage selbst, also wir so wissen jetzt selbst,
00:36:13: was wir uns wert sind und brauchen die Bestätigung von außen nicht mehr.
00:36:17: Und deswegen können wir uns auch für uns dann viel besser,
00:36:19: wenn wir uns einfach so anziehen und fertig machen,
00:36:22: wie sich das für uns gut anfühlt.
00:36:24: Und dann wirkst du auch auf die Außenwelt direkt ganz anders.
00:36:27: Immer.
00:36:28: Ich habe das jetzt, also diese Erfahrungen wirklich da gesammelt
00:36:30: in dem Bereich immer.
00:36:32: Wenn ich mich wohlgefühlt habe und das war ganz egal,
00:36:36: was ich dabei an hatte,
00:36:38: dann habe ich anders auf die Außenwelt gewirkt.
00:36:41: Das ist immer beim Tanzen, bei der Arbeit überall.
00:36:44: Das ist so verrückt.
00:36:46: Und dann geht es überhaupt nicht darum,
00:36:48: ob ich geschminkt bin oder was ich anhab.
00:36:50: Das ist echt-- Die Energie spricht Bände.
00:36:52: Ja, hier sind wir wieder wirklich beim Thema der heutigen Folge Energie.
00:36:56: Was war bei dir so dieser Punkt,
00:36:59: dass du wirklich erkannt hast,
00:37:01: okay, die Selbstliebe kommt von innen,
00:37:03: weil das ist, für mich hört sich das mittlerweile immer an,
00:37:05: wie so Standardgeräte, aber es ist halt einfach so.
00:37:08: Also ich habe das ja durchs Coaching einfach.
00:37:10: Ich war auch skeptisch, habe ein Coaching-Programm,
00:37:13: Selbstliebe Coaching-Programm gemacht,
00:37:15: dachte mir so, okay, ich nehme mal mal mit was,
00:37:18: aber im Endeffekt habe ich so die Selbstliebe von innen aufgebaut.
00:37:21: Hattest du da auch so ein Punkt?
00:37:23: Ja, das ist, als meine damalige Beziehung,
00:37:28: dann zu Ende ging, war das tatsächlich ein starker Wendepunkt.
00:37:31: Also es war in vielerlei Hinsicht eine schöne Beziehung,
00:37:34: in vielerlei Hinsicht war es aber auch schwer.
00:37:36: Und ich habe gemerkt, ich bin egal, wie viel Wind von außen kommt,
00:37:41: ob es jetzt generell von außen war, von Ärzten, bekannten, Familie
00:37:47: oder halt eben meinem damaligen Freund.
00:37:49: Ich bin bei mir geblieben,
00:37:51: weil ich ja auch in dem Moment gar nicht anders konnte.
00:37:53: Also da ging es halt auch sehr oft um meine Gesundheit.
00:37:55: Und ich konnte mein Körper ja nicht verleugnen,
00:37:58: es war halt einfach so.
00:37:59: Und dadurch habe ich gelernt, bei mir zu bleiben.
00:38:01: Und als dann die Beziehung vorbei ging, war das natürlich nicht einfach für mich,
00:38:05: so weil es halt auch damit zusammen viel,
00:38:07: als meine Gesundheit dann wieder ja so nach unten ging.
00:38:10: Und dann habe ich aber gelernt, ich brauche eigentlich auch gar keinen,
00:38:14: der hinter mir steht, weil ich selbst hinter mir stehen kann.
00:38:17: Also ich selbst kann mir so viel Verständnis entgegenbringen,
00:38:20: das geht von außen gar nicht.
00:38:22: Ich habe zum Glück Unterstützung von außen.
00:38:25: Wir sprechen ja auch gerade, dafür bin ich auch wirklich extrem dankbar.
00:38:29: Aber ich bin ja die einzige, die so in meinem Körper lebt
00:38:32: und weiß, wer ich wirklich bin.
00:38:34: Der Rest nimmt mich ja einfach nur wahr mit dem, was ich nach außen gebe.
00:38:37: Und das Verständnis, dass ich mir selbst entgegenbringen kann,
00:38:40: so das hat mich quasi gerettert
00:38:42: und mir auch gezeigt, wie viel ich mir selbst wert bin.
00:38:45: Ja, aber du hast tatsächlich keine so Unterstützung in dem Sinne,
00:38:49: wie so ein Coaching-Programm oder sowas.
00:38:51: Das muss ich wirklich für dich selbst erkennen und lernen.
00:38:55: Ja, tatsächlich.
00:38:57: Ja, also ich war als wieder total aus dem Leben gerissen,
00:39:01: habe in der Zeit dann bei meiner Mutter auch wieder gewohnt,
00:39:04: weil ich es einfach alleine nicht mehr gegen habe,
00:39:06: auch nur im Bett liegen kann.
00:39:08: Und dann kannst du dich deinen Gedanken nicht entziehen.
00:39:11: Also du bist darauf angewiesen, Zeit mit dir selbst zu verbringen,
00:39:14: weil nichts anderes ging.
00:39:16: Also ich konnte mich wieder mit Lesen ablenken,
00:39:18: noch mal im Handy, noch sonst was.
00:39:20: Und das ging halt das Denken an.
00:39:22: Und irgendwie habe ich die Stärke aufgebracht.
00:39:25: Ich kann dir nicht mal sagen, wie das nicht in so einer negative Spirale ging,
00:39:29: sondern in eine positive,
00:39:31: dass ich irgendwie immer mehr Stärke gefunden habe,
00:39:33: anstatt mich selbst fertig zu machen.
00:39:35: Ja, irgendwie wurdest du da getragen.
00:39:38: Auch.
00:39:40: Und das bringt mich auch darauf.
00:39:42: Man sagt ja auch, wenn Leute irgendwie Fehler begehen
00:39:45: oder schlimme Sachen machen,
00:39:47: die aber die Person hatte auch eine schlimme Vergangenheit,
00:39:50: das kommt da und daher.
00:39:52: Aber ich finde, das ist echt kein Argument,
00:39:54: weil so guck dir mal deinen Weg an
00:39:57: und du bist auch kein schlechter Mensch,
00:39:59: da durchgeworden oder sonst was.
00:40:01: Also man kann das immer in die eine oder andere Richtung umwandeln.
00:40:04: Und das ist eine eigene Entscheidung.
00:40:06: Und klar braucht man vielleicht auch manchmal Unterstützung.
00:40:08: Ich brauchte definitiv Unterstützung
00:40:10: in Form dieses Coachings.
00:40:12: Das ist auch meiner Meinung nach wirklich zu mir gekommen.
00:40:14: Ich konnte das gar nicht verhindern,
00:40:16: ich wusste auch damals nicht weiter.
00:40:18: Und hab einfach, ich war verzeifelt,
00:40:20: das mir ja, hilft mir noch, ja, mach ich das einfach mal.
00:40:23: Und ja, aber man hat immer trotzdem die Entscheidung
00:40:26: und welche Richtung man sich dann entwickelt.
00:40:29: Ja, deswegen hab ich halt wirklich angefangen,
00:40:32: einen Sinn hinter Dingen zu sehen.
00:40:34: Also das ist ja wirklich, ich hab mir dann überlegt,
00:40:37: es ändert ja nichts an den Tatsachen, wie etwas ist.
00:40:40: Aber es ändert alles, wie ich auf die Dinge blicke.
00:40:43: Also wie halt, wie jetzt zum Beispiel, dass ich krank geworden bin.
00:40:46: Es ändert nichts an der Tatsache, dass ich krank bin.
00:40:49: Ob ich jetzt denke, dass das voll mies war,
00:40:51: dass ich krank geworden bin.
00:40:53: Oder dass dann Sinn hintersteckt, also ein höherer Sinn.
00:40:56: Und ich hab mich halt einfach wirklich dazu entschieden,
00:40:59: dass ich ja einen Sinn hinter negativen Dingen sehe,
00:41:02: die mir selbst wiederfahren.
00:41:04: Und hab überlegt, okay, was bedeutet das für mich
00:41:06: und wie kann ich meine Stärke daraus entwickeln?
00:41:09: Ja.
00:41:10: Und so fing das an.
00:41:12: Es ist schön, dass du das so umwandeln konntest.
00:41:15: Und wir beide mittlerweile auch, also unsere Telefonate
00:41:18: sind ja auch immer, das ist jetzt keine Seltenheit,
00:41:21: dass wir gerade über diese Themen sprechen, immer tiefgründig
00:41:24: unter diese Richtung.
00:41:26: Wir unterhalten uns regelmäßig über solche Themen.
00:41:29: Das ist echt krass.
00:41:31: Ich glaube, wir können gar nicht anders.
00:41:33: Nein, wir können nicht über, ich glaube, das raubt uns
00:41:36: wirklich Energiemenschen, mit denen wir uns oberflächlich
00:41:39: unterhalten müssen.
00:41:41: Also wir können das irgendwie, aber so wir denken einfach viel zu viel.
00:41:45: Also wir sind ja beide richtig viel mit unseren Gedanken im Alltag
00:41:49: mittlerweile.
00:41:50: So du kannst dich nicht ablenken.
00:41:52: Ich hab gemerkt, dass ich das jahrelang gemacht habe
00:41:54: und ich möchte mich nicht mehr ablenken und die Energie
00:41:56: dafür aufbringen.
00:41:57: Aber das ist durch Energieraum irgendwelche oberflächlichen
00:42:00: Situationen und Gespräche.
00:42:02: Und da merke ich auch, mir geht es echt schlecht damit.
00:42:05: Also auch wenn ich in oberflächliche Situationen gerate.
00:42:08: Ja, ich glaube, das ist auch, weil wir mittlerweile wirklich so
00:42:12: ausgelegt sind, dass wir so tiefgründig für uns selbst denken,
00:42:16: dass das ist, was am authentischsten aus uns rauskommt.
00:42:19: Und sobald wir dann aber auf diese oberflächliche Ebene gehen,
00:42:22: ist das halt nicht mehr das, was wir jetzt eigentlich beraten würden.
00:42:26: Und dann müssen wir uns anstrengen und unsere Gedanken in die
00:42:29: Richtung lenken, die die eigentlich gar nicht nehmen wollen.
00:42:32: Und ich glaube, das ist das, was uns dann auch richtig viel Energie raubt.
00:42:35: Anstatt halt einfach wir selbst zu sein in dem Moment.
00:42:38: Ja, genau.
00:42:39: So komplett.
00:42:40: Und du sagst ja auch, du siehst mittlerweile hinter allem einen Sinn.
00:42:43: Wie würdest du diesen Sinn beschreiben?
00:42:45: Der muss ja auch nicht immer greifbar sein, oder?
00:42:48: Nein, das kann auch ein Gefühl sein, was das in dir auslöst.
00:42:52: Also das Leben macht ja nicht nur die positiven Gefühle aus,
00:42:56: sondern halt eben auch die negative, nenne ich es jetzt mal,
00:43:00: blöd.
00:43:01: Aber so das macht ja alles aus.
00:43:03: Ich bin so traurig, ob ich glücklich bin.
00:43:05: Und auch manchmal sind das auch einfach nur Gefühle,
00:43:07: die dann in dir hoch kommen und die dich dann weiterbringen,
00:43:10: weil es ja auch wichtig ist, Gefühle wahrzunehmen,
00:43:12: weil das in dir super viel auslöst und auch vielleicht alte Blockaden löst,
00:43:17: die dich zurückgehalten haben, weil du vielleicht für irgendwas
00:43:19: Angst hattest oder so.
00:43:21: Und dann auf einmal zu erkennen, so das ist gar nicht so schlimm.
00:43:24: Dafür muss man halt auch in gewisse Situationen kommen
00:43:27: und Gefühle zulassen.
00:43:29: Und deswegen muss das gar nicht immer so ein greifbarer Sinn sein,
00:43:31: den man benennen kann.
00:43:33: So zum Beispiel, das ist mir aus dem und dem Grund passiert,
00:43:36: sondern manchmal ist das auch einfach passiert.
00:43:38: Und du hast dein Leben weitergelegt und dadurch stärker aufgebaut.
00:43:42: Und das wird dir halt erst viel, viel später bewusst.
00:43:45: Ja, voll oft siehst du den Sinn in dem Moment noch nicht.
00:43:48: Deswegen denkst du ja auch so, was soll das gar nicht,
00:43:50: geht's schlecht, was soll dafür ein Sinn hinterstecken.
00:43:53: Aber wirklich, wenn du einfach dein Leben weiterlebst,
00:43:55: irgendwann guckst du zurück und weißt du,
00:43:57: dass deswegen ja auch mein Lebensroteur alles passiert aus einem Grund.
00:44:01: Das ist auch auf dieser Ebene einfach gemeint.
00:44:05: Also, dass nicht der Grund greifbar sein muss oder...
00:44:08: Ja, ich glaube halt auch wirklich daran,
00:44:11: man muss wirklich sein Leben so leben, wie man es leben würde.
00:44:15: Also nach seinen Werten und Vorstellungen
00:44:17: und dass man halt das Beste aus sich selbst rausholt,
00:44:20: ohne sich Druck zu machen.
00:44:22: Und der Rest, der kommt dann.
00:44:24: Und wenn du jetzt immer in jeder Situation hinterfragen würdest,
00:44:27: so warum ist mir das passiert,
00:44:29: dann kannst du ja auch nicht dein Leben authentisch leben.
00:44:31: Weil auch dann regelst du das ja irgendwie,
00:44:34: anstatt einfach du selbst zu sein.
00:44:36: Ja.
00:44:37: Und ich glaube, das ist auch die Kunst, sich so davon zu lösen.
00:44:39: Ja, ich glaube, es ist echt schwierig da,
00:44:42: genau in diesen Moment auch nicht so eine Werte zu verlieren.
00:44:45: Also viele gehen ja auch und ich früher auch sehr schnell in diese Opferrolle,
00:44:49: so warum ist mir das jetzt passiert und alles.
00:44:52: Einfach vergisst man, weil dann irgendwie auch komplett,
00:44:56: wer man ist oder ich weiß nicht.
00:44:59: Und wenn man aber dann, wie du sagst, weiterlebt,
00:45:02: einfach nach seinen Werten, dann hat das schon seinen Sinn.
00:45:06: Ja, man darf sich aber auch die Zeit nehmen
00:45:09: und sich auch selbst mitleiden.
00:45:11: Also man muss sich auch nicht immer direkt dann weiter schieben oder so.
00:45:15: Also man darf auch kurz mal innehalten und denken,
00:45:17: okay, das ist gerade Scheiße, was mir passiert ist.
00:45:19: Da lässt sich nichts anderes zu sagen.
00:45:21: Aber dann eben weiterzumachen und die Situationen aus Situationen sein zu lassen
00:45:26: und nach vorne zu gucken, das ist halt auch wichtig.
00:45:29: Das ist uns ja auch wichtig geworden, dass wir nicht immer,
00:45:33: weil das machen wir Menschen auch sehr schnell
00:45:35: oder vielleicht wir Deutschen, ich weiß nicht wie es sind, anderen Ländern,
00:45:37: aber immer dieses, wenn es jemandem schlecht geht, direkt so das versuchen,
00:45:40: gut zu reden und zu sagen, das wird schon und keine Ahnung.
00:45:43: Und irgendwann habe ich mal erkannt,
00:45:45: es tut der anderen Person viel besser und mir selbst auch,
00:45:48: wenn man nicht die ganze Zeit das hochreden will,
00:45:50: sondern einfach mal sagt, ja, deine Situation,
00:45:52: ich erkenne sie, die ist gerade Scheiße
00:45:55: und ich kann auch nichts Gutes dazu sagen.
00:45:58: Und so, es tut mir leid, ich bin mit dir, ich fühle mit dir
00:46:02: und das war es und dann weiterleben.
00:46:06: Wie du sagst, Ann, erkennt das gerade nicht immer,
00:46:08: versuchen auf Krampfer, das ist auch so ein Druck.
00:46:11: Also auch als, was weiß ich, Familie, Mitglied, Freundschaft, Partner,
00:46:16: nicht immer zu sagen, das wird schon versuchen, das besser zu machen,
00:46:19: sondern einfach mal in dem Moment zu sein
00:46:21: und das einfach anzuerkennen, wie es ist.
00:46:23: Ja, es ist gar nicht so einfach, weil man natürlich nicht möchte,
00:46:26: dass jemand leidet, den man gerne hat,
00:46:28: aber für denjenigen, der halt gerade leidet,
00:46:32: das ist viel schlimmer, weil er dann denkt, okay,
00:46:34: das Leid steht mir gerade nicht zu
00:46:36: und ich muss das jetzt schnell überkommen,
00:46:38: sondern setzt man sich unter Druck und schließt das Leid in sich ein
00:46:41: und dadurch entstehen dann halt unwurstungute Gefühle,
00:46:44: die zwischendurch hochkommen und du weißt gar nicht, woher,
00:46:47: weil du es halt einfach weggedrückt hast
00:46:49: und dann diese Anerkennung auch von außen,
00:46:51: so ist es okay, wie du dich gerade fühlst.
00:46:53: Und dann wie du gesagt hast, ich leide mit dir,
00:46:55: das tut manchmal auch einfach gut.
00:46:57: Ja, und bei uns ist ja grundsätzlich schon eine Gabe von uns,
00:47:01: wir würden es jetzt hier nicht so hochreden,
00:47:03: aber wir sehen halt immer auch den anderen Menschen,
00:47:06: also wir sagen nicht einfach, also wir gucken,
00:47:08: wie könnte der andere Mensch sich damit fühlen,
00:47:10: was ich jetzt tue oder sage
00:47:12: und das eigentlich manchmal auch schon zu extrem,
00:47:15: aber das ist so was, was uns auch sehr verbindet.
00:47:19: Ja, und ich glaube, das ist auch was,
00:47:21: wo wir noch mehr lernen müssen
00:47:23: und selbst wahrzunehmen und nicht den anderen,
00:47:26: weil wir halt dazu neigen, zu viel zu überlegen,
00:47:29: wie geht es jetzt dem anderen damit,
00:47:31: anstatt mal zu überlegen, wie fühle ich mich damit.
00:47:33: Aber ich glaube, das auch begründet,
00:47:35: weil wir als Kinder ja öfters mal dann
00:47:37: als egoistisch betitelt wurden.
00:47:39: Das begleitet uns, ja.
00:47:41: Aber da sind wir ja heutzutage dann auch drüber weg,
00:47:44: weil wir halt wissen, wie wir uns selbst sehen
00:47:47: und wie es auch ist und wir versuchen ja auch
00:47:49: so unser Licht auf die Welt weiterzugeben,
00:47:51: denn nicht jetzt mal einfach diese positive Energie,
00:47:53: die wir selbst in uns spüren können.
00:47:55: Genau, ja.
00:47:57: Und das lernen wir auch aktuell,
00:47:59: habe ich das Gefühl,
00:48:01: immer mal mehr auf uns zu hören einfach
00:48:03: und nicht nur die anderen Menschen zu sehen,
00:48:05: die wir lieben, weil wir haben sehr viel Liebe in uns.
00:48:08: Also alles, was ich über mich sagen kann,
00:48:10: das machen wir auch immer in unserer Gespräche.
00:48:12: Wir sagen immer "wir",
00:48:14: weil es geht eh für uns beide.
00:48:16: Ja, es ist wirklich immer so gleich.
00:48:18: Aber ja, das ist gar nicht so einfach,
00:48:20: sich selbst dann zwischendurch nach oben zu stellen
00:48:23: und zu sagen, okay, der andere fühlt sich zwar
00:48:26: gerade nicht gut, aber für mich ist das wichtig.
00:48:28: Also ich glaube, das ist auch gerade das,
00:48:30: was wir im Moment lernen müssen, was super schwer ist,
00:48:33: weil es halt auch wehtut so.
00:48:35: Aber letztendlich ist es ja nie böse gemeint
00:48:37: und im Endeffekt findet man sich mit der anderen Person dann ja auch wieder,
00:48:41: weil man halt einfach, ja,
00:48:45: sonst wären wir nicht authentisch wir selbst,
00:48:47: wenn wir uns selbst vergessen würden.
00:48:49: Genau.
00:48:51: Noch kurz letzte Frage vor,
00:48:53: vorletzte Frage, vor der allerletzten Frage.
00:48:56: Wie würdest du unsere Verbindungen beschreiben?
00:49:01: Also ich kann es am besten beschreiben
00:49:05: mit Seelenverwandt,
00:49:07: auch wenn sich wahrscheinlich viele darunter nichts vorstellen können.
00:49:10: Aber das ist einfach was, was man nicht beschreiben kann.
00:49:14: Also wir sind einfach miteinander verbunden.
00:49:17: Wir verstehen uns ohne Worte,
00:49:19: einfach nur mit Blicken, so hat unsere Freundschaft ja auch angefangen.
00:49:22: Und irgendwie ist immer dieses tiefe Wissen da,
00:49:26: was so ganz tief in uns drin ist,
00:49:28: dass wir uns niemals verlassen werden,
00:49:30: weil wir füreinander da sind.
00:49:32: Und das ist egal, was in unseren Leben passiert.
00:49:34: Also das ist irgendwie, ja, nicht beschreibbar.
00:49:38: Ja, und wir müssen uns nicht bemühen,
00:49:42: also eigentlich müssen wir uns nicht bemühen,
00:49:44: weil die Verbindung ist da.
00:49:46: Also eigentlich muss man ja in eine Freundschaft reininvestieren.
00:49:49: Ich mache das auch gerne.
00:49:51: Aber wir müssten das nicht mal tun,
00:49:53: weil wir haben ja auch schon alles erlebt,
00:49:55: dass wir an anderen Orten waren und so.
00:49:57: Und selbst wenn wir dann,
00:49:59: selbst wenn wir, das haben wir auch in Monaten keinen Kontakt hätten,
00:50:01: es würde sich nicht verändern.
00:50:03: Aber wenn wir dieses tiefe Wissen und Vertrauen,
00:50:06: ja, dass wir halt sehen,
00:50:08: verbanden sind,
00:50:09: anders kann ich es auch nicht sagen.
00:50:11: Ja, vor allem sind wir halt wirklich einfach wir selbst zusammen.
00:50:15: Also das merkt man ja immer wieder,
00:50:17: wenn wir dann im Urlaub sind und uns gegenseitig
00:50:20: dann ein bisschen hoch pushen von euren,
00:50:23: unseren Emotionen her.
00:50:25: Aber ja, wir müssen uns halt wirklich nicht anstrengen.
00:50:30: Wir müssen einfach authentisch wir selbst sein,
00:50:33: weil da auch gar nicht dieser Gedanke kommt,
00:50:35: wir würden dafür verurteilt werden oder sonst was,
00:50:37: sondern es passiert einfach.
00:50:39: Also wir geben uns diese Freiheit.
00:50:41: Wir verurteilen uns nicht.
00:50:43: Also du bist der Mensch, der mich zu 100% vertraue.
00:50:46: Und ich habe erst, also ich habe erst auch glaube ich letztes Jahr
00:50:51: oder so erkannt, dass ich damit vielleicht auch ein Thema habe,
00:50:54: also dass ich Menschen nicht so 100% vertraue,
00:50:56: dass Vertrauen, wie wichtig das ist.
00:50:58: Und dann ist mir auch gefreut, dass Vertrauen lang ist, zu 100%.
00:51:01: Das ist, ich glaube, ja, ich vertraue nur dir zu 100%.
00:51:05: Ja, ich dir auch.
00:51:07: Und ich glaube, das ist auch, weil wir das noch nie in Frage gestellt haben.
00:51:10: Also wir haben ja auch schon relativ viel zusammen durchgemacht.
00:51:12: Also wir haben uns ja auch mal gestritten,
00:51:14: auch wenn das, glaube ich, nur einmal vorgekommen ist.
00:51:17: Aber so egal, was passiert ist,
00:51:20: das stand irgendwie nie im Raum,
00:51:22: dass wir uns nicht vertrauen,
00:51:23: weil wir uns auch immer wieder bestätigt haben.
00:51:25: Aber ohne, wie du sagst, uns Mühe geben zu müssen,
00:51:27: einfach indem wir uns so verhalten, wie wir uns verhalten wollen.
00:51:32: Und das ist für die andere Person, also jetzt für dich oder halt du für mich,
00:51:35: genau das Richtige, uns passt einfach.
00:51:37: Es fühlt sich halt wirklich an, das ist jetzt einfach spirituell gesagt,
00:51:40: aber es würde das Universum und unsere Verbindung tragen die ganze Zeit.
00:51:44: Also es müssten wir nix dafür tun.
00:51:46: So, es ist einfach so.
00:51:48: Wir verstehen uns blind.
00:51:50: Also wenn wir uns was erzählen,
00:51:52: wir müssen dann, es ist einfach,
00:51:54: und das ist diese unsichtbare Energie.
00:51:57: Ja, es ist einfach ein Geschenk.
00:51:59: Also es lässt sich mit Worten nicht beschreiben.
00:52:01: Ja, ich sage ja auch immer wieder,
00:52:03: also ich merke das vor allem in den Momenten wo es mir schlecht geht,
00:52:05: weil ich einfach auch oft gemerkt habe,
00:52:07: ich brauche nicht viel,
00:52:09: und ich brauche auch nicht viel andere Menschen irgendwie zum Überleben,
00:52:14: sage ich mal.
00:52:15: Also ich kann alles irgendwie machen,
00:52:17: auch das meiste auch am liebsten mit mir selbst aus.
00:52:19: Aber dir will ich einfach alles erzählen.
00:52:23: Also ich will dir einfach alles, was in meinem Leben passiert, erzählen.
00:52:27: Bei allem Update.
00:52:28: Und es wäre so ein Unterschied,
00:52:30: wenn du nicht da wärst in meinem Leben.
00:52:33: Ja.
00:52:34: Ja, ich finde man, da passt halt auch wirklich das Wort so,
00:52:38: Liebe, nee, ist das Liebe, doch Liebe wird größer,
00:52:41: wenn man sie teilt, und Leid wird kleiner, wenn man es teilt.
00:52:45: Und das trifft halt wirklich auch zu.
00:52:47: Ja, das ist bei uns 100% der Fall.
00:52:50: Schön, schöner Abschluss, jetzt kommen wir zur letzten Freude
00:52:53: mit dem Kopfschüttler.
00:52:55: Wir haben, wo leider kommen wir nur ganz schlimme Geschichten
00:53:00: als Kopfschüttler in den Kopf, wenn ich da denke,
00:53:02: aber ich habe wirklich, also ich habe auch mit niemanden
00:53:05: so krasse Sachen erlebt wie mit dir.
00:53:07: Das würde man vielleicht gar nicht meinen,
00:53:09: wenn man uns jetzt hier so reden hört.
00:53:11: So.
00:53:12: Aber fällt dir ein Kopfschüttler ein.
00:53:17: Ja, ich hatte halt so eine Idee, aber das hat jetzt nichts mit,
00:53:20: also nicht wirklich was mit uns beiden zu tun,
00:53:23: aber quasi mit der Sicht auf sich selbst,
00:53:25: also dass man halt auch ehrlich zu sich selbst sein muss.
00:53:28: Da habe ich zum Beispiel das Beispiel, ich habe ja selbst ein Hund,
00:53:31: und gerade jetzt in den letzten zwei Jahren,
00:53:33: wo es mir dann halt wieder viel schlechter ging,
00:53:35: kann ich auch nicht mit ihr so viel spazieren gehen,
00:53:37: das heißt, ich brauch da einfach Hilfe bei.
00:53:39: Und wenn du dann aber irgendwie mal erzählt hast,
00:53:42: dass du jemanden für deinen Hund brauchst,
00:53:45: dann bin ich dann auch die erste, die sagen wollte,
00:53:49: weil das habe ich mittlerweile geändert.
00:53:51: So, ich pass aus sie auf, obwohl ich dazu gar nicht im Stande war.
00:53:54: Und das ist glaube ich wirklich so ein Kopfschüttler,
00:53:56: weil ich lag hier in Zehntalen auf der Couch,
00:53:58: konnte mich gar nicht mehr bewegen,
00:54:00: also mir war selbst auf Toilette gehen zu anstrengend.
00:54:02: Und das erste, was ich sage, ich pass auf den Hund auf.
00:54:05: Ja.
00:54:06: Und ich glaube, das ist halt wirklich das Zeichen,
00:54:08: dass man mal ehrlich zu sich selbst sein muss.
00:54:10: Und das kann ich mittlerweile auch,
00:54:12: auch wenn das halt wehtut, sich eingestehen zu müssen,
00:54:14: dass man etwas nicht kann,
00:54:16: selbst wenn einem das halt von Herzen gut tun würde.
00:54:19: Aber das ist halt super, super wichtig.
00:54:21: Ja, das hast du tatsächlich auch öfter gemacht,
00:54:24: weil ich dann einfach so nebenbei erzählt habe.
00:54:26: Und dann hast du gesagt, ich nehme sie,
00:54:28: weil du das direkt für mich tun würdest und wollen würdest.
00:54:32: Ja.
00:54:33: Und irgendwann haben wir dann beide gesagt,
00:54:35: nee, Larissa, bitte, bitte mir das nicht,
00:54:38: weil ich das nicht, weil ich gemerkt habe,
00:54:40: dass du kannst das gar nicht,
00:54:42: weil du das einfach nur für mich machen willst.
00:54:44: Und das ist krass gewesen.
00:54:46: Aber das hast du echt voll verändert.
00:54:48: Also du weißt jetzt einfach mittlerweile,
00:54:50: du kannst es nicht machen und du machst es auch nicht.
00:54:52: Also ich muss sagen, ich muss mir immer noch auf die Zunge beißen.
00:54:54: Ja, ich merke, dass sie das schwerfällt bei vielen Dingen,
00:54:58: wenn es auch mir helfen oder so was geht.
00:55:01: Ja, es hat auch was, was mich erfüllt.
00:55:05: Und ich glaube, es geht halt auch vielen Menschen ähnlich,
00:55:08: dass die einfach gerne Menschen helfen, die sie lieben.
00:55:11: Dass einem ja auch ein gutes Gefühl gibt.
00:55:13: So du weißt, du hast der anderen Person geholfen
00:55:15: und dadurch fühlst du dich auch besser.
00:55:17: Und das nicht zu können, ist halt gar nicht, gar nicht einfach.
00:55:21: Aber da ist halt auch wieder dieser große Punkt,
00:55:24: einfach ehrlich zu sich selbst zu sein.
00:55:26: Ich glaube, das ist ein sehr, sehr großer Punkt für jeden von uns.
00:55:29: Ja, jetzt hört mir komplett random, sorry,
00:55:32: aber noch ein ganz anderer Kopfschüttler ein.
00:55:35: Was wir früher gott haben.
00:55:37: Ja, was unsere Trinkaktionen mit den Schlücken,
00:55:41: das können wir mal teilen.
00:55:43: Und zwar, und zwar ist es langsamer und ich, als wir,
00:55:48: weil, nee, das allererste, das ist schon der erste Kopfschüttler,
00:55:52: ich 15, du 16, erstes Mal feiern gehen.
00:55:57: Warst du da schon mal feiern, oder war das in unserem Leben?
00:56:00: Nee, ich glaube, das war das erste Mal.
00:56:02: Ich hatte irgendeinen Fake-Ausweis und wir sind feiern gegangen.
00:56:06: Das ist schon mal der erste Kopfschüttler an sich.
00:56:09: Aber was ich eigentlich erzähl wollte, ab dem Zeitpunkt,
00:56:12: waren wir gefühlt, jede Woche ist ganze Sommer feiern,
00:56:15: wir waren mehrmals die Woche feiern, immer im Diamonds in Köln.
00:56:19: Und haben dann vorgetrunken, darf ich das teilen?
00:56:24: Ja.
00:56:26: Wir haben leider immer den hartesten Alkohol getrunken,
00:56:30: also haben uns immer hier vodka-energy geholt,
00:56:33: was ich auch damals schon überhaupt nicht vom Magen alleine
00:56:37: hervertragen habe, weil ich Fruktose intolerant bin.
00:56:40: Irgendwann habe ich herausgefunden, dass in Energy sehr viel Fruktose ist
00:56:44: und ich hatte, also wir haben immer gesagt, okay,
00:56:47: wir trinken wie viele Stücke, haben wir gesagt?
00:56:49: Also es fing ja an, ich glaube mit drei Schlücken,
00:56:52: aber dann, wir waren halt damals beide noch so,
00:56:54: dass wir halt beide immer jeder wollte mehr haben.
00:56:57: Dann fingst du an mit, du machst viel größere Schlücke als ich
00:57:01: und dann hieß es auf einmal, lass mal jeder fünf Stücke.
00:57:04: Und wir waren am Ende wirklich bei sieben Schlücken
00:57:06: und das waren keine kleinen Schlücke,
00:57:08: das waren wirklich, wirklich große Schlücke,
00:57:10: weil ja jeder mehr haben wollte als der andere.
00:57:13: Das fing schon an, dass ich Futterneide meiner Familie hatte
00:57:16: und immer das schönste bis heute das schönste Stück
00:57:19: und das auch immer.
00:57:21: Und da, dass wir gesagt haben, du hast, wir haben uns immer
00:57:23: so eine Mische geteilt aus einer Riesenflasche vodka-energy.
00:57:26: Wenn du hast wie mehr, du hast wie mehr fünf Schlücke, sieben Schlücke,
00:57:29: dann haben wir immer sieben Schlücke auf einmal genommen
00:57:31: und dann die Flasche an den anderen abgegeben, dann wieder sieben Schlücke.
00:57:34: Und wir waren, bevor wir schon im Club waren, das waren 16.
00:57:37: Das heißt, die waren um 0 Uhr vorbei.
00:57:40: Wir haben irgendwie um 19 Uhr oder so.
00:57:43: Ja, und dann sind wir im Club auch immer hinten gekommen.
00:57:48: Ja, das Traurige ist aber, dass ich heutzutage weiß,
00:57:55: dass das nicht wegen dem Alkohol war,
00:57:58: sondern wegen meiner Erkrankung, weil mein Körper da wirklich gar
00:58:01: keine Energie mehr hatte, nur Alkohol ist ja ein Nervengift
00:58:03: und du spürst das ja gar nicht.
00:58:05: Aber wir sind beide, ich auch.
00:58:07: Wir sind beide?
00:58:09: Ja, immer hingeflohen.
00:58:11: Ich hatte ja auch immer hohe Schuhe an und bin dann ausgerutscht.
00:58:14: Also ich wusste jedes Mal an einem Amt,
00:58:16: dass ich irgendwie ausrutschte und auch für dich festbriefe.
00:58:19: Aber dir ist das wirklich eigentlich nicht witzig im Nachhinein,
00:58:21: weil du damals schon krank warst.
00:58:23: Aber andere dachten sich, was geht bei denen ab?
00:58:27: Ja, weil ich ja wirklich nach hinten umgekippt bin,
00:58:30: das ist eigentlich dieses Unknicken oder so.
00:58:33: Das ist mir auch jetzt wirklich erst in der letzten Zeit aufgefallen,
00:58:36: was ich das dann wieder so verhalten hat, auch ohne Alkohol.
00:58:39: Aber damals, ja, das war echt nicht normal,
00:58:41: vor allem weil wir auch nicht daraus gelernt haben.
00:58:43: So wie wir unser Verhalten nicht verändern.
00:58:46: Wir haben unser Verhalten äußerlich und innerlich nicht verändern,
00:58:49: die haben überhaupt nicht auf uns gehört,
00:58:51: egal was Alkohol angeht, bei mir auch was wirklich Typen.
00:58:56: Nee, ich habe immer wieder dasselbe gemacht.
00:58:59: Ja, dann sieht man auch einfach, wie wenig wir uns da selbst auch gesehen haben.
00:59:05: Also wir haben da wirklich einfach nur gelebt.
00:59:07: Wir haben ja nie darüber nachgedacht, wie wir irgendwas ändern können,
00:59:09: dass wir uns vielleicht besser fühlen,
00:59:11: sondern haben halt einfach nur weitergemacht.
00:59:13: Uns wurde immer schlimmer.
00:59:15: Und du warst Bestfriend zu den Toilettenherben.
00:59:18: Ja, weil mir ja nichts anderes übrig blieb, musst du ja immer warten.
00:59:22: Ja, weil ich, nee, das ist so, ich musste auf Toilette rennen
00:59:26: und ich musste nicht,
00:59:28: jedes Mal wenn ich diese Vodka-Mischel getrunken habe,
00:59:30: musste ich auf Toilette rennen und mehr Details ersparen.
00:59:34: Ich jedes Mal im Club und denkst, ich ändere was dran.
00:59:36: Nee, ich hatte Magenkrämpfe.
00:59:38: Ich musste mich wirklich, als wir vorgetrunken haben,
00:59:40: auf den Ring oder in der Wand.
00:59:42: Ich musste mich hinsetzen, weil es so wehtat.
00:59:45: Und ich habe trotzdem weiterhin was.
00:59:47: Ich habe, wenn ich heute sage, ich bin mit meiner Intuition verbohnt,
00:59:49: war ich damit durch das Gegenteil von meinem Bauch,
00:59:52: meiner Intuition, sonst irgendwas verbunden.
00:59:55: Nee, waren wir gar nicht, null.
00:59:57: Und wir haben es immer wieder gemacht.
00:59:59: Warum haben wir es immer wieder gemacht?
01:00:01: Ja, ich glaube, weil wir halt einfach versucht haben,
01:00:04: dass wir uns gut fühlen und nicht verstanden haben,
01:00:07: warum es halt nicht so ist,
01:00:09: weil wir ja auch kein Fehler darin gesehen haben.
01:00:11: Also, ich weiß nicht.
01:00:13: Manche denken, ich vermisse die Zeit so ein bisschen,
01:00:16: dass ich nicht alles reflektiert habe.
01:00:19: Also, ich habe halt wirklich einfach gelebt,
01:00:21: habe die ganze Zeit Fehler gemacht, habe es auch wiederholt,
01:00:24: aber ich habe halt wenig reflektiert.
01:00:26: Klar, man redet das dann gut,
01:00:28: ich habe mich wahrscheinlich da auch oft schlecht gefühlt.
01:00:30: Aber ja, es ist irgendwie, wenn man zurückblickt,
01:00:33: ich würde es trotzdem nicht anders haben wollen.
01:00:36: Das ist alles schon gut so gewesen,
01:00:38: weil ich heute schon reflekte jemand, die man zu viel.
01:00:41: Ja, ich muss echt sagen, also, ich habe damals
01:00:44: auch schon viel nachgedacht, aber ich glaube,
01:00:46: ich habe halt falsch reflektiert.
01:00:48: Also, ich habe mich selbst nicht so gesehen,
01:00:51: wie ich mich halt jetzt mittlerweile sehe.
01:00:53: Und deswegen sage ich so mittlerweile,
01:00:55: ich bin viel glücklicher und auch ruhiger in mir selbst,
01:00:57: was ich auch eben auch meinte.
01:00:59: Und das würde ich auf jeden Fall nie wieder ändern wollen,
01:01:01: auch nicht, wenn ich zurückgehe.
01:01:03: Aber diese Sorglosigkeit, die wir hatten,
01:01:05: das war halt schon einfach schön.
01:01:07: Ja, ich bin froh, dass wir einfach auch diese Zeit zusammen erleden haben.
01:01:11: Ich finde es gerade richtig witzig,
01:01:13: und ich sehe dich nicht mehr.
01:01:15: Und ich sehe in meiner Community FaceTime gerade,
01:01:17: ich sehe nur noch dieses Licht von meinem Mikrofon.
01:01:20: Ich auch.
01:01:21: Siehst du mich noch?
01:01:22: Nein, ich sehe nur noch diese drei Führung grünen Punkte.
01:01:27: Einfach während wir geredet haben, ist komplett dunkel geworden.
01:01:31: Okay, das bedeutet vielleicht,
01:01:33: dass wir zum Ende mal kommen sollten von der Folge.
01:01:36: Wir reden schon über eine Stunde,
01:01:38: aber das ist bei uns auch eigentlich unser tägliches Brot,
01:01:41: wenn wir telefonieren.
01:01:43: Ja, es hat wirklich, wenn wir einfach mal anfangen,
01:01:45: dann können wir auch nicht mehr aufhören.
01:01:47: Ja, ich könnte auch schon mit dir weitergehen.
01:01:49: Aber ich bin sehr froh, dass du die Kraft aufgebracht hast.
01:01:52: Ich weiß, wie viel Kraft dich das gekostet hat,
01:01:55: und Energie, die Folge mit mir aufzunehmen,
01:01:57: wir wollten das schon richtig lange machen.
01:01:59: Ich bin sehr dankbar und sehr, sehr glücklich,
01:02:01: dass du in meinem Podcast warst zum Thema Energie.
01:02:04: Und ich bin total glücklich, dass ich eingeladen war.
01:02:07: War wirklich schön.
01:02:10: Ich habe dich auch.
01:02:12: Okay, dann verabschieden wir uns jetzt mal,
01:02:14: zumindest in der Folge mal eben.
01:02:17: Und ich versuche, dass du mich nochmal kurz zum Ende hinsehen kannst.
01:02:21: Okay, dann bis in zwei Wochen, würde ich sagen.
01:02:27: Also nicht an dich, an meine...
01:02:30: Das habe ich mir jetzt gedacht.
01:02:33: Naja, okay, auf Wiedersehen.
01:02:36: Tschüss.
01:02:38: [Musik]
01:02:48: [Pause]
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